Studienrichtung: Konzeption und Regie

Konzeption und Regie Studium

Aus Ideen machst du Produktionen!

 

Von Drehbuch bis Dramaturgie...

Deine konzeptionelle Führungsstärke ist für die Umsetzung in Video, TV oder Film eine Schlüsselkompetenz. Für welche Zielgruppen wirst du digitalen Content produzieren? Musst du dramaturgische Verlinkungen zwischen unterschiedlichen Distributionsformen berücksichtigen? Kannst du die Ansprüche der Auftraggeber erkennen und erfüllen? Während des Studiums fördern wir auf Basis wissenschaftlicher Fundamente die Techniken wie Drehbuch, Bildgestaltung, Filmsprache, Produktion und Dramaturgie. Im Anschluss an dein Studium ist der Einstieg ins Berufsleben beispielsweise als Konzeptioner, Regisseur, Dramaturg, Regieassistent oder auch Stratege möglich.

Inhalte im Studium Konzeption und Regie

Die DMA bildet dich nicht ausschließlich im Bereich Regie aus. Ebenso stark setzen wir mit dir auf die Konzeption von Bewegtbild, ein Bereich, der in den vergangenen Jahren eine immer höhere Bedeutung erhielt. Wenn du dich im Medienproduktions-Studium breit aufstellst, sind deine Chancen für einen erfolgreichen Karrierestart hervorragend.


Studienablauf

Das Studium ist in drei Phasen aufgeteilt.

1. und 2. Semester: Grundlagenstudium

Im Grundlagenstudium in den Semestern 1 und 2 lernst du in verschiedenen Grundlagenmodulen:

3. und 4. Semester: Spezialisierung

in der Spezialisierung werden fachspezifische inhalte vermittelt, vertieft und in Projekten erarbeitet. Module sind unter anderem:

  • Filmgestaltung
  • Lichtgestaltung
  • Medienkonvergenz
  • Konzeption und Formatentwicklung
  • Vertiefung Dramaturgie
  • Recherche und Stoffentwicklung
  • Storytelling und Drehbuch
  • Schauspielführung
  • Projekt Interdisziplinäre Produktion I und II

5. und 6. Semester: Hochschulphase

Im 5. und 6. Semester bist du nach erfolgreicher Einstufungsprüfung an der staatlichen Hochschule Mittweida immatrikuliert. Die DMA kooperiert seit 2003 im Dezentralen Hochschulsystem mit der Hochschule Mittweida, um Studierenden die Kombination aus wissenschaftlicher Theorie und medialer Praxis zu gewähren.

Präsenzphase an der Hochschule Mittweida

Du absolvierst eine sechswöchige Präsenzphase an der Hochschule Mittweida in Sachsen. Hier belegst du die Module Medien- und Kommunikationswissenschaft, Gründungsmanagement und Wissenschaftliches Publizieren. Die Hochschule Mittweida vereint auf ihrem Campus eine 150-jährige Tradition in Lehre und Wissenschaft mit moderner technischer Ausstattung, wie Studios und zwei Multimedia-Laboren.

Praktikum

Hamburg oder Hanoi. Produktionsfirma oder Marketingagentur. Ort und Unternehmen deines Praktikums wählst du individuell und setzt damit deinen persönlichen Schwerpunkt. Bei der Auswahl kannst du selbstverständlich auf das DMA-Netzwerk zurückgreifen. Zudem besteht die Option, eine Förderung für dein Praktikum im Ausland zu beantragen. Dein Praktikum dauert mindestens drei Monate und schließt mit einem Bericht ab.

Bachelorarbeit

Dein erfolgreiches Studium schließt du mit einer wissenschaftlichen Bachelorarbeit ab. Räumlich bist du hier unabhängig von deinem DMA-Standort und auch von der Hochschule Mittweida. Natürlich kannst du aber die Bibliothek an deinem DMA-Standort oder der Hochschule Mittweida für deine Recherche nutzen. Für die Anfertigung deiner Bachelorarbeit sind drei Monate vorgesehen.


Studium mit hohem Praxisbezug

Die DMA bietet dir ein praxisnahes Studium. Aber was heißt das konkret? Hier erfährst du, wie du dein erlerntes Wissen an der DMA in die Praxis umsetzen wirst.


Im Gespräch

... mit Gunars Martinsons, Director und Dozent an der DMA in Hamburg

Gunars Martinsons, geboren und aufgewachsen in Wisconsin in den USA, ist seit über 30 Jahren in der Werbebranche tätig. Als Director hat er weltweit große Kampagnen entwickelt und umgesetzt. An der DMA-medienakademie Hamburg unterrichtet er u.a. in der Studienrichtung „Konzeption und Regie“.

Gunars, du unterrichtest an der DMA Hamburg zum Beispiel die Seminare „Ideenentwicklung“ und „Konzeptplanung“. Was lernen die Studierenden bei dir?
In den Seminaren „Ideenentwicklung“ und „Konzeptplanung“ geht es primär um Ideenfindung durch verschiedene Brainstorming-Techniken und Gruppenarbeiten. Die Studierenden lernen wie sie aus einer großen Menge von Ideen und Möglichkeiten die wichtigsten und passenden Konzepte finden, um sie dann umzusetzen. Vor allem lernen sie, dass jedes Konzept ohne eine herausragende Idee zweitklassig bleibt – selbst, wenn die Umsetzung sehr gut ist.

Du kennst die Werbebranche sehr gut! Inwiefern hat sich der Markt verändert und welche Entwicklungen siehst du in den kommenden Jahren?
Ich bin seit über 30 Jahren in der Werbebranche tätig und auch, wenn sich vieles verändert hat in Sachen digitale Medien und Plattformen, auf denen Arbeiten platziert werden können, bleibt eins immer konstant: du musst eine tolle Idee haben, um wirklich etwas zu bewegen. Ich erzähle meinen Studierenden immer wieder: the big money is in the idea. Alles andere ist nur Technologie. Dies betreffend werden große Veränderungen kommen in den nächsten Jahren. Die Technologie wird das Aufnehmen von Bildern leichter und besser machen, die Vernetzung durch verschiedene Plattformen wird ausgebaut werden und die Medien, die wir jetzt schätzen, werden sich auch rapide wandeln. Facebook wird in fünf Jahren nicht mehr das sein, was es heute ist.

Was rätst du Studierenden, die in der Branche durchstarten möchten, für ihre Zukunft?
…always stay open to everything new and be willing to change, change, change, but keep the ideas flowing.


… mit Mareike Fell, Schauspielerin und Coach

Mareike Fell ist seit über 20 Jahren Schauspielerin und Sprecherin. Und nicht nur das: Sie hat ein umfassendes Konzept entwickelt, das Schauspiel und Regie miteinander vereint. Es ist eine neue Methode, um Figuren zu erarbeiten und das Verständnis zwischen Schauspielern und Regisseuren zu fördern. An der DMA Hamburg unterrichtet Mareike Fell die Module „Schauspiel und Schauspielführung“ in der Studienrichtung „Media Acting und Moderation“.

Du unterrichtest an der DMA in der Studienrichtung „Konzeption und Regie“ das Modul „Schauspielführung“. Was genau lernen die Studierenden bei dir?
Das Modul „Schauspielführung“ führt für die Regisseure und Regisseurinnen Theorie und Praxis des Inszenierens zusammen: Im Theorieteil bekommen sie die Tools und Grundlagen erklärt, die sie im Praxisteil dann in der Szenenarbeit mit Schauspielern anwenden – Der Theorieblock mit seinen vielen Infos verwirrt erstmal, dann ist es aber jedes Mal ein großes AHA-Erlebnis! Danach ist die „Blackbox Schauspieler“ verstanden und macht in der Regel keine Angst mehr, da die Tools einfach und schnell anwendbar sind. Sie haben damit alles an der Hand, um den Schauspielern ihre Vision der Szene zu vermitteln, denn – oh Zauber – es geht gar nicht darum, die eigene Vision zu vermitteln.

Du kennst beide Seiten gut – sowohl das Schauspiel als auch die Regie. Welche Entwicklungen siehst du in diesem Bereich?

Durch den Einfluss der onDemand-Streaming-Dienste wie zum Beispiel Netflix oder Amazon Prime ist nach dem Einbruch nach 2001 endlich wieder deutlich Bewegung in die Szene gekommen! Die Sender sind gezwungen, mutiger zu werden. Die schiere Menge an Produktionen bringt endlich wieder mehr Schauspielerinnen und Schauspieler in Lohn und Brot. Das sind gerne auch neue Gesichter, da keine Redaktionen mitreden, die gerne auf senderspezifische Gesichter gesetzt haben. Die Kreation wird wieder zurück verlagert zu den Kreativen, das gefällt mir sehr! Allerdings ist das Drehtempo heute auch um einiges schneller. Dadurch hat sich auch in den Schauspieltechniken einiges getan: Weg von mir selbst und speziellen Techniken hin zum Gegenüber, radikales Spiel aus dem Moment heraus, mit allem, was ich als Schauspielerin in genau diesem Moment mit mir trage. Das Tolle daran ist die unglaubliche Echtheit und Intensität – auch wiederholbar über viele Takes. Die Kamera kann ganz dicht ran und der Zuschauer gleich mit.

Und wie verändern die Neuerungen die Arbeit von Regisseuren?
Für die Regie bedeutet die dynamische Entwicklung, dass sie unglaublich schnell arbeiten muss, was eine sehr präzise Vorbereitung braucht. Diese muss aber dennoch so flexibel gestrickt sein, dass auch vor Ort noch schnell Änderungen eingespeist werden können. Eine große Chance sehe ich für selbst produzierte Webserien: Es können sich im Grunde freie Communities aus Schauspiel, Regie, Kamera und Produktion bilden und einfach loslegen. Geschichten und Charaktere können langsam entfaltet werden, Ende offen! Bettina Zimmermann hat das zusammen mit ihrem Mann Kai Wiesinger eindrucksvoll bewiesen: Ihre Serie wurde 2015 mit Sponsorengeldern von Vodafone und Opel produziert, nun aber im März 2018 vom Amazon Prime ins Englische synchronisiert und in 200 Länder verkauft – da geht doch was!

Welche Eigenschaften braucht es deiner Meinung nach, um im Bereich „Konzeption & Regie“ erfolgreich zu sein? Was rätst du Studierenden für ihre Zukunft?
Für Konzeption und Regie gilt dasselbe wie für das Schauspiel: Bleib ganz bei dir und deinen Themen und erzähle sie mutig und radikal – ob das nun heißt, radikal neu oder radikal anders oder radikal ehrlich, ist im Grunde nicht so wichtig. Aber es kann, darf und soll wieder was gewagt werden! Es ist eine tolle Zeit für neue Leute mit neuen Ideen und Konzepten! Passende Eigenschaften sind sicherlich Neugier, Mut, eine bunte Fantasie und starke Vision, eine gehörige Portion Dickköpfigkeit und Verrücktheit und natürlich Durchhaltevermögen. Und unbedingt eine große Offenheit und Wendigkeit im Kopf, um auch weiterhin Schritt halten zu können. Dann kann das glaube ich ganz lustig werden.


Im Gespräch

...mit Richard Ohme

Richard Ohme studierte an der DMA-medienakademie Kamera und Regie und machte sich nach seinem Abschluss als Fotograf selbstständig. Heute arbeitet er unter anderem an einem erfolgreichen Podcast mit.


In der Praxis

Die DMA bietet dir ein praxisnahes Studium. Aber was heißt das konkret? Hier erfährst du, wie du dein erlerntes Wissen an der DMA in die Praxis umsetzen wirst.

„Super 28“ – Studierende produzieren transmediale Geschichte an der DMA in Hamburg

Im Modul „Interdisziplinäre Produktion“ haben die Studierenden der Studienrichtungen "Konzeption und Regie" und „Kreation/Editing/Animation“ eine transmediale Geschichte zum Thema Leben nach dem Tod. Utopie oder Realität? konzipiert und produziert.

Die Story schließt sowohl klassische szenische Elemente als auch soziale und interaktive Medien ein. Ob Konzept, Filmproduktion, Text und Bild – alle Elemente des Projekts mit dem Namen „Super 28“ lagen in den Händen der Studierenden. Begleitet wurden sie von einem Dozententeam bestehend aus Marion Schlereth, Florian Groß und Thomas Oliver Walendy.

Kooperationsprojekt Nacht.Leben.Berlin des Berliner Kurier

Berlin schläft nie. Wer im Nachtleben der Hauptstadt unterwegs ist, der landet manchmal sogar vor der Kamera unserer Studierenden.

Die DMA medienakademie in Berlin hat in Kooperation mit dem Berliner Kurier Menschen im Rahmen der Serie Nacht.Leben.Berlin bei ihren unterschiedlichsten Aktivitäten porträtiert. In Zusammenarbeit mit Kurier-Reporter und DMA-medienakademie-Alumni Florian Thalmann setzten die Studierenden Konzept, Dreh, Schnitt und Produktion um.


Unsere Dozenten (Auswahl)

Christoph Mangler

Christoph Mangler ist als Ein-Mann-Filmteam unterwegs in der Filmindustrie.

Florian Groß

Florian Groß ist deutscher Filmproduzent und Dozent

Christoph Abée

An der DMA-medienakademie lehrt der studierte Grafikdesigner Christoph Abée Grundlagen in...

Monika Muschler

Monika Muschler ist derzeit Dramaturgin bei „Sturm der Liebe“.

Gunars Martinsons

Der gebürtige Amerikaner (aus Madison, Wisconsin), studierte Kunst- und Film an der...

Christian Maintz

Christian Maintz

ist Autor, Literatur- und Medienwissenschaftler.

Wolfgang Lanzenberger

Wolfgang Lanzenberger, M.A., ist Regieleiter bei der ProSiebenSat.1 Produktion in München.

Karen Markwardt

Karen Markwardt ist seit 20 Jahren erfolgreiche Fernseh-Moderatorin und Regisseurin.