Kreation, Editing, Animation

Kreation/Editing/Animation Studium

Du gestaltest mediale Bilderwelten!

 

Vom interaktiven Storytelling...

„Bewegtbild-Content“ zu schaffen, war bis vor wenigen Jahren die hoheitliche Aufgabe eines großen Kamerateams. Diese Zeit ist vorbei. Längst sind schnelle, flexible Bewegtbild-Teams im Einsatz, die Videocontent erzeugen, der unterschiedliche mobile Kanäle und Zielgruppen bedient.

Und als Allrounder deckst du ab, was deine zukünftigen Arbeitgeber erwarten:
Du bist selbständig in der Lage zu recherchieren, hast Kenntnisse des digitalen Storytelling, kannst Dreharbeiten vorbereiten und Bewegtbild produzieren, schneiden und in Plattformen einbinden. Aufgrund des Kompetenzmix deiner Fähigkeiten sind deine beruflichen Perspektiven am Arbeitsmarkt hoch einzuschätzen.

Im Anschluss an deinen Bachelor-Abschluss kannst du beispielsweise in Werbeagenturen, der klassischen Medienproduktion, im 3D-Bereich, Content Management, der Video Animation oder in den interaktiven Medien tätig werden.

Inhalte im Studium Kreation/Editing/Animation

Du wirst fundierte Kenntnissen des klassischen Recordings und Editings, ergänzt durch eine hohe Affinität zu digitalen Formaten, Animation und Anwendungen in „Virtual Reality” erwerben. Darüber hinaus lernst du während des Studiums einzuschätzen, wie Rohmaterial zu werthaltigem Video-Content wird.


Studienablauf Kreation/ Editing/ Animation

Grundlagen und Basiskenntnisse (1. und 2. Semester)

Fachkenntnisse und Lehrprojekte  (3. und 4. Semester)

  • Lichtgestaltung
  • Analyse digitaler Medien 
  • Bildgestaltung und Typographie
  • Editing Compositing 
  • Animation I und II 
  • Digitale Ergonomie und Usability 
  • Digital Interactive Content 
  • Projekt Interdisziplinäre Produktion I und II

Lehre an der Hochschule Mittweida (5. und 6. Semester)

  • Reflexionsmodul
  • Medien- und Kommunikationswissenschaft
  • Gründungsmanagement
  • Wissenschaftliches Publizieren
  • Lehrprojekt Unternehmen
  • Bachelorprojekt

Im Gespräch

... mit Matthias Bolliger, Kameramann und Dozent an der DMA Hamburg

Unterricht bei Dozenten aus der Medienbranche, das ist eines der wichtigsten Kennzeichen des Studiums an der DMA – die medienakademie Hamburg. So lehrt im Fach „Film und Fernsehen“, Studienrichtung „Kreation/Editing/Animation“ Matthias Bolliger, der selbst Kameramann ist und weiß, worauf es in der Branche ankommt.

Du unterrichtest an der DMA in Hamburg „Ergonomie und Interaktion“. Was genau lernen die Studierenden bei dir?
Ihren eigenen Ansatz im Umgang mit modernen Medien cross-over zu entdecken, Neues auszuprobieren und out-of-the-box Denken zu üben.

Ihr benutzt im Unterricht Virtual Reality-Brillen und 360°-Kameras. Welche Trends und Entwicklungen siehst du in diesem Bereich in den kommenden Jahren?
VR360 ist der Anfang. Mich treibt aktuell die Frage um, wie unsere Arbeitswelt in zehn bis fünfzehn Jahren aussehen wird. Was heißt dies für die Medienbranche und wie nähern sich Film/Games und VR weiter an? Wie bereiten wir den Nachwuchs darauf vor? Und längerfristig, wann und wie kommt "volumetric video" als VR-experience? Also Videoaufnahmen, in denen man sich als Zuschauer bewegen kann? Spannende Fragen der Zukunft.

Was braucht es deiner Meinung nach für einen erfolgreichen Start in den Job nach dem Studium? Was rätst du den Studierenden?
Seinen Ansatz zu entdecken, wie man als Medienschaffende(r), als Mensch und Persönlichkeit sich selbst und andere formt. Dabei definiert Inhalt die Form.

Er drehte u.a. „Chiko“ mit Regisseur Özgür Yildirim und Fatih Akins Produktionsfirma Corazón International. „Chiko“ wurde 2008 für den „Deutschen Kamerapreis" nominiert und erhielt im folgenden Jahr zwei "Deutsche Filmpreise“. Als DoP drehte er unter anderem den Hip-Hop Musikfilm „Blutzbrüdaz“ mit Rapper Sido in der Hauptrolle und den NDR „Nord-Tatort“ mit Wotan Wilke Möhring. Im Frühjahr 2018 drehte er die zweite Staffel der Erfolgsserie "4 Blocks" mit Kida Khodr Ramadan in der Hauptrolle.


... mit Felix Koziol, Motion Director & Designer und Dozent der DMA Hamburg

Felix Koziol, Motion Director & Designer unterrichtet an der DMA-medienakademie in Hamburg in der Studienrichtung „Kreation/Editing/Animation“. Im Interview verrät er, was er im Unterricht vermitteln möchte und wie er die Zukunft der Branche einschätzt.

Du unterrichtest an der DMA unter anderem in den Modulen „Animation“ und „Compositing“. Was genau lernen die Studierenden?
Mir ist es wichtig den Studierenden zu zeigen, dass es nicht DIE Lösung gibt. Viele erwarten einfach: ‚Ich drücke da drauf und dann wird es toll‘. Es geht mir darum, sich mit der Materie und dem Thema auseinander zu setzen und dann Lösungen für Probleme zu finden. Dabei lernen die Studierenden natürlich unterschiedliche Techniken und Grundlagen. Aber ich möchte parallel vor allem eine Offenheit im Kopf mitgeben, nicht mit Schema F zufrieden zu sein, sondern nachzudenken, zu probieren und dann die entsprechende Technik zu finden.

Welche Trends und Entwicklungen siehst du in diesen Bereichen in den kommenden Jahren?
Das ist ein sehr großes Feld, das man in inhaltliche, technische und gestalterische Trends zerlegen kann. Technisch dominieren momentan VR und AR und einhergehend Game Engines ein wenig. Dazu die PBR Render Engines, die immer besser und schneller werden. Gestalterisch nehme ich neben dem Trend zum Photorealismus aber durchaus auch den Trend zu reduzierten Techniken war. Wenn jeder mit zwei Klicks ein photorealistisches Bild erstellen kann, nimmt gleichzeitig die Faszination dafür auch ab. Inhaltlich finde ich die Trendsuche da aber schon spannender, denn im Moment fehlen noch die überzeugenden Inhalte, die AR, VR etc. eine Nachhaltigkeit geben. Und erst mit der inhaltlichen Berechtigung werden sich bestimmte Trends auch durchsetzen. Aber Animation dringt in immer mehr Bereiche vor, die damit natürlich auch neue Räume für Technik schaffen. AR und VR im Bereich von Handbüchern und Schulungstools macht zum Beispiel durchaus Sinn, während es bei Storytelling noch nicht die Durchschlagskraft hat.

Wichtig ist aber auch, dass alle Techniken eine Berechtigung haben, wenn sie es schaffen, ihre Story, ihren Inhalt und ihre Emotion zu transportieren. Ich sehe immer wieder kleine und einfache Animationen, die mich emotional sehr packen und berühren.

Welche Eigenschaften braucht es, um in den Bereichen Kreation, Editing und Animation erfolgreich zu sein? Was rätst du den Studierenden für ihre Zukunft?
Der Bereich ist zu groß, um klar zu sagen: ‚Ihr braucht auf jeden Fall Faktor X und dazu noch eine Portion von Faktor Y.‘ Zuerst einmal ist es wichtig zu erkennen, wohin man will. Wo springt der Funke über? Wofür brennt man? Dabei bleibt aber die Frage: Was bedeutet ‚erfolgreich sein‘? Ich glaube, hier muss sich jeder zuerst klarwerden, wie er seinen Erfolg definiert. Ist es, den Lebensunterhalt davon bestreiten zu können? Ist es, eigene Projekte auf die Beine zu stellen? Je nachdem sind die Ratschläge auch individuell. Generell sollte man immer offen sein, sich und seine Ziele hinterfragen: Ist es das, was ich immer wollte? Bin ich glücklich? Ich glaube, nur dann kann man auch vorwärtskommen und seinen Weg finden.

Mehr über Felix Koziol findest du hier.


In der Praxis

Transmediales Erzählen Januar bis Juli 2018

Die Studierenden der DMA-medienakademie in Hamburg in der Studienrichtung "Konzeption und Regie" im 3. Semester erarbeiten derzeit eine transmediale Geschichte mit dem Thema Leben nach dem Tod. Utopie oder Realität? (Der Traum vom ewigen Leben.)

Die Story soll sowohl klassische szenische Elemente beinhalten als auch Elemente wie soziale Medien,  interaktive Medien und weitere einschließen.

Wir sind gespannt auf die ersten Ergebnisse. Nicht nur das Konzept schreiben und entwickeln die Studierenden, sondern alle filmischen Elemente, Bildinhalte und Texte werden von den Studierenden selbst produziert.

Das Dozententeam mit Marion Schlereth, Florian Groß und Thomas Oliver Walendy unterstützt die Studierenden tatkräftig bei ihrem Projekt.


Unsere Dozenten (Auswahl)

Florian Groß

Florian Groß ist deutscher Filmproduzent und Dozent

Christopher Abèe

An der DMA-medienakademie lehrt der studierte Grafikdesigner Christoph Abée Grundlagen in...

David Maas

David Maas, geboren in Martinsburg, West Virgina USA ist seit 1994 Freelancer in den...

Peter Gerulat

Der Diplom Ingenieur Peter Gerulat, Motion Control Operator und Softwareentwickler lehr an...

Marius von Felbert

Marius von Felbert beendete 2008 sein Filmstudium im Bereich Kamera/Bildgestaltung.

Pascal Hoffmann

Pascal Hoffmann ist seit über 30 Jahren als bildgestaltender Kameramann für Fernsehfilme und...

Christian Maintz

Christian Maintz

ist Autor, Literatur- und Medienwissenschaftler.

Maximilian Lips

Maximilian Lips beendete 2006 sein Filmstudium im Bereich Kamera/Bildgestaltung an der...

Wolfgang Lanzenberger

Wolfgang Lanzenberger, M.A., ist Regieleiter bei der ProSiebenSat.1 Produktion in München.

Matthias Bolliger

Kameramann Matthias Bolliger wurde 1975 in Luzern, Schweiz geboren.

Achim Bendix

Der Diplomkameramann Achim Bendix hat für SAT.1 das erste virtuelle Studio Deutschlands...