Studienrichtung: Konzeption und Regie

Visuelle Kommunikation

Bilder sprechen mehr als tausend Worte. Umso wichtiger ist es, mit dem Thema Bild und Sprache professionell umzugehen und zu wissen, welche Ziele mit welcher visuellen Kommunikation erreichbar sind.

Den Studierenden werden in diesem Modul Grundlagen der Wahrnehmung und Gestaltung sowie der Bilddramaturgie vermittelt, die sie befähigen sollen, Kommunikationsanlässe schnell zu erkennen, kreativ zu bearbeiten und in Kommunikationsprozesse professionell einfließen zu lassen. Ausgehend vom Standbild zum Bewegtbild wird zunächst ins Thema eingeführt und ein historischer Überblick verschafft. Zentrale Theorien und Ansätze werden vorgestellt und anhand einzelner Bildbeispiele diskutiert. Zu den Grundlagen der Bildsprache gehören: Aufbauarten von Bildern, goldener Schnitt, Gestaltungselemente wie Farbe, Kontraste, Harmonien, Form, Linien, Raum und Haptik, Komposition und Mittel zur Bildgestaltung, Unterschiede Malerei, Fotografie, Film und Animation, Kreieren von Räumen, Perspektiven und Stimmungen mit den jeweiligen Mitteln. Im Rahmen der Übertragung der Kenntnisse von Stand- auf Bewegtbilder werden die gelernten Inhalte um Einstellungsgrößen, Bildausschnitt, Bildaufteilung, Kameraperspektiven z.B. Vogel und Frosch, Kamerabewegungen und Verortung durch Kamerabewegungen, Bewegungsrichtungen, Fokussierung und Defokussierung, Annäherung und Distanzierung, ergänzt. Die Studierenden lernen die grundlegende Struktur von Bewegtbildinhalten und werden an lineare und nichtlineare Erzählweisen herangeführt.

Analog verläuft die Heranführung an Schriftarten und deren Einsatz sowie an die Geschichte der Schriftentwicklung. Der Umgang mit und das Zusammenspiel von Grafiken und Text wird ebenfalls thematisiert. Darauf aufbauend finden Übungen zur bildlichen Darstellung von Inhalten und Informationen in Form und Farbe, Geometrie und Text statt. Fremde und eigene Texte werden in Bildkollagen umgesetzt. Durch das Zusammenspiel von Theorievermittlung und Bildanalyse wird bei den Studierenden ein Verständnis für unterschiedliche Wirkungen durch grafische Aufbereitung vor dem Hintergrund Wirkungspsychologischer Erkenntnisse hervorgerufen.